Diesmal Auswärts, eine neue Spielform, wie spielen sie dann?
Am 13.1.2024 durften wir als Turbine-G1 nach Radeberg fahren, um ein Hallenturnier in der schönen Sporthalle vom Berufsschulzentrum Radeberg zu bestreiten. Wie im Heimturnier waren acht Mannschaften dabei, diesmal von Lomnitz, Ullersdorf, Burkau, Wachau, Liegau-Augustusbad, Großröhrsdorf, natürlich Radeberg, und unsere kleine Superstars.
Spielform war diesmal 4 gegen 4 ohne Torwart, also wie wir im Heimturnier ursprünglich geplant haben. Wir nahmen 8 Kinder mit, damit alle ordentlich viel Spielzeit bekommen könnten. Schon wieder haben (fast) alle Eltern die Kinder ordentlich geliefert. Wir mussten aber auf der Kabine warten, denn das vorherige Turnier war noch nicht zu Ende. Plötzlich war die Kabine frei, und die Eltern und Kinder war blitzschnell bereit, das Turnier zu beginnen.
Die Erwärmung lief problemfrei, und wir als Trainer durften schon wieder gerade vorm Beginn Neuigkeiten übers Spielform erfahren-um zu vermeiden, dass 1-2 Kinder einfach vors Tor stehen, um Tore zu verhindern, gab es eine Strafzone ca. 1 Meter vor dem Tor, wo Verteidiger nicht erlaubt waren. Falls ein Verteidiger den Ball innerhalb des Strafraums berührt, würde es ein Strafstoß geben.
Die Idee war nicht schlecht, aber… Boah, wie erklären wir den Kindern das gerade vorm Turnier? Haben wir unser Bestes getan, und gleichzeitig haben wir uns erinnert, das sind Kinder, die Gegner sind auch Kinder, wir müssen das nicht so eng sehen. Falls irgendwas nicht regelkonform läuft, akzeptieren wir das halt, es ist ein Spiel und soll ja Spaß machen.

Zur unsere Gruppe gehörte Lomnitz, Liegau-Augustusbad, und Großröhrsdorf. Wir durften erst gegen Lomnitz spielen. Davor haben wir als Mannschaft die Regeln erklärt, die Positionen, und die Mannschaft aufs Feld geschickt. Es ging los, und es dauerte ein bisschen, bis wir uns gefunden haben, aber sobald das erste Tor fiel, wussten wir, dass die Mannschaft passt. Wir haben angefangen, miteinander zu spielen, und konnten ein sehr schönes 4:0 zur Ende bringen.
Während der Pause haben die Trainer den Kindern erklärt, was gut läuft, was weniger gut läuft, und vor allem, dass sie nicht so viel Angst vorm Gegner haben müssen. Unsere Verteidiger waren sehr nett und höflich, und beim Fussball muss das nicht immer so sein-man muss nicht immer schauen wie der Gegner den Ball vorbei dribbelt, man darf den Ball auch wegnehmen! Fair sein, aber WIR wollen den Ball haben und unsere Spiel spielen! Das nächste Spiel gegen Liegau-Augustusbad war dagegen ein hartes Stück Arbeit-Nach ein sehr schönes Linksfusstor in den ersten Minuten, haben die Gegner versucht, unsere Schwäche auszunutzen, und das mit Erfolg! Es stand plötzlich 1:1, und die Kinder mussten dann lernen, wie dringend es sein kann, ein Tor zu schiessen, aber gleichzeitig ruhig zu bleiben. Dann hatten wir unser tägliche Stück Glück-eine Minute vor Schluss hat ein armer LA-Spieler einen hohen Ball mit den Händen gefangen. Er hat sofort gemerkt, dass es ein Fehler war, aber es war zu spät. Strafstoß für uns. Wir hatten so viel Mitleid für Liegau-Augustusbad, so ein schönes Spiel dann durch so einen Aussetzer verlieren zu können, aber unsere Aufgabe war klar-das Spiel gewinnen. Der Strafstoß wurde eiskalt verwandelt, und wir brachten ein 2:1 über die Bühne.
Gegen Großröhrsdorf war es auch nicht einfach, und wir hatten das Gefühl, dass die Mannschaft langsam zu unruhig wurde, aber wir konnten das Spiel auch für uns mit 1:0 entscheiden.
Halbfinale! Die Kinder haben das wieder geschafft! Wir haben erklärt, dass es uns Trainer egal ist, ob sie gewinnen oder verlieren, aber wir wollen unser Spiel spielen.

Wir durften gegen die Heimmannschaft aus Radeberg antreten. Wir haben später gelernt, die Radeberger waren eine jüngere Jahrgang, und dafür haben sie sich sehr tapfer präsentiert. Wir konnten das Spiel aber mit 3:0 gewinnen, und dann standen wir plötzlich im Endspiel. Der Gegner hiess Ullersdorf, und sie haben alle andere Spiele deutlich gewonnen.
Wir haben den Kindern erzählt, dass wir sehen möchten, dass sie den Ball wollen, und dass sie versuchen, ihre Aufgaben zu erledigen. Das haben sie deutlich besser im Endspiel gemacht. Die Verteidigung stand gut, die Angreifer haben versucht, ihre Chancen zu kreieren, und eine lockere Interpretation vom Strafraumregel war alles, was zwischen uns und das 1:0 stand. Dann haben wir geschlafen. Ein Ullersdorfer schnappte den Ball von unserem Verteidiger und sofort stand es 0:1. Die arme Turbinis waren geschockt. Dann stand es 0:2. In den ersten paar Minuten war unsere Ziel schon weg. Wir haben frische Spieler eingebracht, in der Hoffnung, dass es etwas ändert. Und irgendwie hat einer von uns den Kampf angenommen. Irgendwie ist er durch den Ullersdorfer Mauer durchgebrochen, und irgendwie kullerte den Ball ins Tor. Irgendwie machte er das noch mal. Echt? 2:2. Es war nicht zu fassen. Die Chance war wieder da. Wir schiessen aufs Tor. Hand! Hand! Haben wir reklamiert, da der Ullersdorfer kurz Tormann gespielt hat. Der gegnerische Trainer sah es nicht so, und die Ullersdorfer Spieler waren total cool und nutzten die Unruhe, um das 3:2 zu schiessen. Naja, so ist Fussball. Der einer sieht es so, der andere so. Wir konnten das Spiel nicht mehr retten, und es hiess dann 2te Platz.
Wir Trainer, sobald dass wir unsere Emotionen wieder unter Kontrolle bekommen haben, hatten eine schöne Möglichkeit, den Kindern das gefühlte unfaire Verlieren beizubringen, mit Stolz und Respekt zu akzeptieren. Das war nicht einfach, aber wir haben es versucht, und die Mannschaft war sehr zufrieden mit der eigene Leistung. Und was können wir alle sagen, die das Turnier gesehen haben? Es sieht langsam immer mehr wie Fussball aus.

Es gehörte zum Kader: Maximilian, Karl, Benedikt, Nico, Sam, Alwin, Niklas, Tim

Schreibe einen Kommentar